Hochfrequenzanlagen
In unseren Hochfrequenzanlagen kommt das innovative Linear Force Finishing Verfahren (LFF) zum Einsatz. Dieses Verfahren wurde von uns speziell für die Nachbearbeitung additiv gefertigter Bauteile entwickelt und überzeugt durch minimale Kantenverrundung bei gleichzeitig hohem Oberflächenabtrag. Aufgrund seiner Effizienz und Bearbeitungsqualität findet es zunehmend auch in anderen Branchen Anwendung – etwa in der Medizintechnik, im Werkzeugbau oder in der Lebensmittelindustrie. LFF ist ideal, wenn filigrane Strukturen erhalten bleiben und dennoch eine homogene Oberfläche erzielt werden soll.
Funktionsweise von Hochfrequenzanlagen
Beim LFF-Verfahren unterscheidet sich die Bewegungsdynamik deutlich von klassischen Gleitschleifprozessen. Die Schleifkörpermasse bleibt nahezu statisch und wird nur leicht bewegt, während die Werkstücke selbst – eingespannt in ein hochfrequentes Spannsystem – mit hoher Geschwindigkeit durch die Masse geführt werden. Durch diese gezielte Bewegung der Werkstücke entsteht ein intensiver und gleichmäßiger Oberflächenabtrag bei gleichzeitig präziser Kontrolle über die Bauteilgeometrie.
Hochfrequenzanlage PPL300
Die PPL300 ist eine kompakte, freistehende Hochfrequenzanlage mit integriertem Prozesswasseraufbereitungssystem. Dank ihrer vier individuell steuerbaren Spannsysteme können bis zu vier Bauteile gleichzeitig bearbeitet werden – effizient, zuverlässig und mit reproduzierbaren Ergebnissen.
Hochfrequenzanlage PPL15
Unsere PPL15 ist eine kompakte Tischanlage für den Einstieg ins Linear Force Finishing. Sie verfügt über ein einzelnes Spannsystem und eignet sich hervorragend für die Nachbearbeitung von Einzelteilen, Prototypen oder Kleinserien. Die Anlage benötigt nur wenig Platz und lässt sich leicht in bestehende Arbeitsumgebungen integrieren.
Ergänzende Komponenten
Verfahrensmittel
Trocknungsanlagen
Prozesswasseraufbereitung
Inspektionstechnik
Prozessautomatisierung
Kundensupport
Ihre Ansprechpartner für Hochfrequenzanlagen






Häufige Fragen zu unseren Hochfrequenzanlagen
Welche Werkstoffe können mit Hochfrequenzanlagen bearbeitet werden?
Mit Hochfrequenzanlagen lassen sich grundsätzlich alle Werkstoffe bearbeiten, für die auch klassischen Gleitschleifverfahren angewendet werden können – von weichen Metallen wie Aluminium oder Zink bis hin zu harten Materialien wie Edelstahl oder Titan. Die Hochfrequenztechnik bietet dabei eine besonders effiziente und schonende Bearbeitung, unabhängig von der Materialhärte.
Welche maximale Bauteilgröße bzw. Spannkapazität ist möglich?
In der PPL300 können bis zu vier Bauteile gleichzeitig bearbeitet werden. Die maximale Gesamtgröße der Bauteile beträgt 500 x 500 x 500 mm, bei einem Gesamtgewicht von bis zu 40 kg. Diese Anlage eignet sich besonders für größere Werkstücke oder Serien mit mehreren Teilen. Für kleinere Anwendungen steht die PPL15 als kompakte Tischlösung zur Verfügung. Sie verfügt über ein einzelnes Spannsystem und ist für Bauteile mit einer maximalen Größe von 225 x 225 x 150 mm und einem Gewicht von 8 kg ausgelegt.
Wann empfiehlt sich der Einsatz von Hochfrequenzanlagen gegenüber anderen Gleitschleifverfahren?
Der Einsatz von Hochfrequenzanlagen ist besonders dann empfehlenswert, wenn herkömmliche Gleitschleifverfahren an ihre Grenzen stoßen. Ein entscheidender Vorteil liegt in der Möglichkeit, auch schwer zugängliche Bereiche wie Hohlräume und Hinterschneidungen gezielt zu bearbeiten, was mit klassischen Gleitschleifverfahren nur sehr eingeschränkt möglich ist. Darüber hinaus eignet sich die Hochfrequenztechnologie ideal, wenn eine intensive Oberflächenglättung gewünscht ist, ohne die Kanten dabei übermäßig zu verrunden. Dies ist besonders bei Bauteilen mit engen Maßtoleranzen oder funktionalen Kanten von großer Bedeutung.
Ein weiterer Pluspunkt: Mit Hochfrequenzanlagen lassen sich hochglanzpolierte Oberflächen erzielen, die mit konventionellen Gleitschleifverfahren oft nicht erreichbar sind. Damit ist die Technologie die erste Wahl für Anwendungen, bei denen höchste Oberflächenqualität gefragt ist – sei es aus funktionalen oder ästhetischen Gründen.
Welche Vorteile bietet die PPL bei mehrstufigen Bearbeitungsprozessen?
Die PPL-Anlagen bieten besonders bei mehrstufigen Bearbeitungsprozessen einen entscheidenden Vorteil: Sie ermöglichen den flexiblen Einsatz unterschiedlicher Arbeitsbehälter mit jeweils angepassten Verfahrensmitteln. So lassen sich beispielsweise Schleif- und Polierprozesse in aufeinanderfolgenden Schritten effizient durchführen – ohne aufwendiges Umrüsten. Das spart nicht nur Zeit, sondern sorgt auch für reproduzierbare Ergebnisse und eine durchgängig hohe Oberflächenqualität über alle Prozessschritte hinweg.