Fliehkraftanlagen
In Fliehkraftanlagen (auch Tellerfliehkraftanlagen) entstehen durch hohe Umdrehungsgeschwindigkeiten extreme Schleifkräfte, die eine deutlich intensivere Bearbeitung ermöglichen als in klassischen Vibrationsanlagen. Dadurch eignen sie sich hervorragend für besonders gründliche Entgrat- oder Polierprozesse. Werkstücke müssen dabei bestimmte Anforderungen an Größe, Gewicht und Stabilität erfüllen, um sicher und effektiv bearbeitet werden zu können.
Funktionsweise von Fliehkraftanlagen
Der Arbeitsbehälter einer Fliehkraftanlage besteht aus einem feststehenden Außenbehälter und einem innenliegenden Rotationsteller. Dieser versetzt das Gemisch aus Schleifkörpern und Werkstücken in eine dynamische Kreisbewegung. Die Masse wird durch die Fliehkraft an die Behälterwand gepresst und fällt durch die Schwerkraft zyklisch zurück – ein intensiver Bearbeitungsprozess, der kontinuierlich wiederholt wird. Diese Bauart wird häufig auch als Tellerfliehkraftanlage bezeichnet, da der Rotationsteller die Prozessbewegung erzeugt.
Unsere Anlagen
Fliehkraftanlagen Z1/Z2
Die Fliehkraftanlagen Z1 und Z2 sind unsere kompakten Einsteigermaschinen für kleinere Chargen und manuelle Separierung. Mit einem Behältervolumen von 11 bzw. 30 Litern sind sie ideal für kleine bis mittlere Stückzahlen geeignet. Besonders bei häufig wechselnden Werkstücken oder Testläufen überzeugen sie durch Flexibilität und einfache Bedienung.
Fliehkraftanlage Z4
Unsere Z4 kombiniert die kompakte Bauweise einer Einzelanlage mit einer automatisierten Separiereinheit für höhere Bedienerfreundlichkeit. Mit einem Arbeitsbehältervolumen von 30 Litern eignet sie sich besonders für mittelgroße Serien und den häufigen Einsatz im Dauerbetrieb. Die automatisierte Separierung spart Zeit und erleichtert den Arbeitsablauf erheblich.
Fliehkraftanlagen Z11/Z22/Z33/Z44
Unsere leistungsstarken Fliehkraftanlagen der Z11–Z44-Reihe ermöglichen die gleichzeitige Bearbeitung und Separierung von zwei Werkstückchargen. In der Tandem-Ausführung kann parallel zur Separierung bereits die nächste Charge bearbeitet werden – das steigert die Effizienz deutlich. Die Anlagen sind ideal für Anwender mit hohem Durchsatz und steigenden Automatisierungsansprüchen.
Ergänzende Komponenten
Verfahrensmittel
Trocknungsanlagen
Prozesswasseraufbereitung
Inspektionstechnik
Prozessautomatisierung
Kundensupport
Downloads
Ihre Ansprechpartner für Fliehkraftanlagen






Häufige Fragen zu unseren Fliehkraftanlagen
Was ist eine Tellerfliehkraftanlage?
Eine Tellerfliehkraftanlage ist eine Gleitschleifanlage, bei der die Werkstücke zusammen mit den Schleifkörpern in einem Behälter bearbeitet werden und ein Rotationsteller im Boden die Prozessbewegung erzeugt. Dieser Teller setzt die Masse in eine kontrollierte, intensive Umlaufbewegung und sorgt so für eine sehr gleichmäßige Bearbeitung mit hoher Abtragsleistung, auch bei anspruchsvollen Oberflächen und Geometrien.
Abgrenzung zu Vibrationsanlagen: Während bei Vibrationsanlagen die Bewegung hauptsächlich über Schwingungen entsteht, arbeitet die Tellerfliehkraftanlage mit einer rotierenden, „mitziehenden“ Bewegung durch den Rotationsteller. Dadurch sind die Bearbeitungsprozesse oft schneller, intensiver und präziser steuerbar – insbesondere, wenn es um definierte Kantenverrundung, Entgraten oder Oberflächenfinish in kurzer Zeit geht.
Was unterscheidet Fliehkraftanlagen von klassischen Vibrationsanlagen?
Der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Bearbeitungsverfahren liegt in der Art der Bewegung und der damit verbundenen Intensität. Durch die angewendete Zentrifugalkraft entstehen in einem Fliehkraftbehälter bis zu 15-fach höhere Schleifkräfte als in einer Vibrationsanlage, sodass kürzere Bearbeitungszeiten notwendig sind.
Für welche Werkstücke eignet sich Fliehkraft-Gleitschleifen besonders?
Das Fliehkraft-Gleitschleifen eignet sich besonders für kleine und kompakte Werkstücke, die eine gewisse Stabilität mit sich bringen. Filigrane Strukturen sind für diese Form der Bearbeitung eher ungeeignet, da sie den enormen Schleifkräften unter Umständen nicht standhalten können.
Wie funktioniert die Separierung bei Fliehkraftanlagen?
Die Separierung von Schleifkörpern und Werkstücken ist ein entscheidender Bearbeitungsschritt beim Gleitschleifen und erfolgt bei Fliehkraftanlagen über eine externe Separiereinheit, auf die der Inhalt des Arbeitsbehälters entleert wird. Hierbei unterscheiden wir zwischen zwei verschiedenen Verfahren der Separierung:
Vibrationsseparierung
Die Masse aus Schleifkörpern und Werkstücken wird über ein vibrierendes Sieb geleitet. Im Normalfall fallen die Schleifkörper durch das Sieb und die Werkstücke laufen darüber hinweg. Bei der umgekehrten Separierung – wenn die Werkstücke kleiner als die Schleifkörper sind – laufen die Schleifkörper über die Siebstrecke und die Werkstücke fallen hindurch. Die Perforation des Siebs wird für jeden Anwendungsfall individuell festgelegt.
Magnetseparierung
Bei eisenhaltigen Werkstücken ist auch eine magnetische Separierung möglich. Wichtig dabei ist, dass die Teile nach der erfolgreichen Separierung entmagnetisiert werden.